Deutschlands erstes Fahrradmodellquartier in Bremen

Die Bremer Neustadt macht es vor. Als „Fahrradmodellquartier“ ist sie auf dem besten Weg, für ein sicheres, komfortables und konfliktarmes Miteinander im Straßenverkehr zu sorgen.
Mit der Umsetzung vom „Fahrradmodellquartier Alte Neustadt Bremen“ soll die Lebensqualität im Stadtteil verbessert, der Fuß- und Radverkehrsanteil erhöht und so zum Klimaschutz beigetragen werden. Davon profitieren alle, die dort leben, arbeiten, studieren oder einfach nur durch die Neustadt hindurch fahren.

Fahrradzone? Was sich verändert
Die Umgestaltung der Alten Neustadt zur Fahrradzone bringt Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmenden, Anwohnerinnen und Anwohner und nicht allein für Radfahrende. Eine Fahrradzone bietet ein zusammenhängendes Netz aus Fahrradstraßen, Abstellmöglichkeiten, einer einheitlichen Beschilderung sowie weiteren Erleichterungen, um den Fahrradverkehr zur favorisierten Verkehrsart zu machen.
Weitere Informationen: https://radquartier-bremen.de/

Mit diesem Konzept hat das Fahrradmodellquartier am 22. Februar den Deutschen Fahrradpreises 2018 in Essen in der Kategorie „Infrastruktur“ gewonnen.
http://www.adfc.de/news/deutscher-fahrradpreis-2018-in-essen-verliehen


Erfolgreiches Einschreiten

Dank des engagierten Eingreifens des ADFC konnte eine Verschlechterung der neuen Straßenverkehrsordnung (StVO) verhindert werden. Der Verkehrs- und Innenausschuss des Bundesrats hatte kurz vor der entscheidenden Sitzung des Bundesrats vorgeschlagen, die Anordnung von Tempo 30 an Kindergärten, Schulen und Altenheimen wieder deutlich zu erschweren. Danach sollte Tempo 30 vor sozialen Einrichtungen weiter die Ausnahme und nicht die Regel sein. An mehrspurigen Straßen wäre Tempo 30 gar nicht zulässig. Durch eine entsprechende Verwaltungsvorschrift wäre eine erst im Herbst 2016 beschlossene, fortschrittliche Änderung der Straßenverkehrsordnung in Teilen wieder zurückgenommen worden. Der ADFC kritisierte den Vorschlag scharf und erinnerte die Landesverkehrsminister an ihren gemeinsamen Beschluss aus dem Frühjahr 2016, Tempo 30 an sozialen Einrichtungen zur Regel zu machen. Er appellierte an sie, die anderslautenden Ausschussempfehlungen bei der Abstimmung im Bundesrat zurückzuweisen – mit Erfolg. Es blieb bei dem ursprünglichen Entwurf der Verwaltungsvorschrift mit Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit, die das Bundesverkehrsministerium vorgelegt hatte. „Zum Glück konnten wir verhindern, dass die Straßen vor allem für die schwächsten Verkehrsteilnehmer unsicherer werden. Vor Kitas und Krankenhäusern muss Tempo 30 gelten – alles andere ist verantwortungslos!“, sagt Ludger Koopmann vom ADFC-Bundesvorstand.


Radwege in Holperhausen

Nordenhams Radwegenetz im Praxistest

Ein Artikel in der Kreiszeitung Wesermarsch vom 18.11.2017.

Mit dem Vorsitzenden des ADFC Oldenburg, Heinrich Book, ist der Redakteur der Kreiszeitung Wesermarsch, Christoph Heilscher, wichtige Straßen in Nordenham abgeradelt. Leitet Herunterladen der Datei einHier sein Bericht.

Einige Anmerkungen hieraus:

  • »Die kombinierten Rad-/Fußwege sind in Nordenham oft zu schmal. «
  • „Ein Radweg sollte zwei Meter breit sein, ein kombinierter Radund
    Fußweg 2,50 Meter“

Deutschland pendelt

27,9% aller Berufstätigen haben unter 5 km Arbeitsweg.
47,8% immerhin noch unter 10 km.

22,2% haben einen Arbeitsweg unter 10 Minuten.
69,7% unter 30 Minuten.

Aber:
67,7% fahren mit dem PKW zur Arbeit.
9,0% mit dem Fahrrad.
8,2% gehen zu Fuß.

Quelle: Öffnet externen Link in neuem FensterMikrozensus 2016 (destatis, Statistisches Bundesamt)


Verkehr in der Stadt

Ein Öffnet externen Link in neuem FensterKurzfilm des Umweltbundesamtes

Saubere Luft, Ruhe und mehr Platz und Grün in der Stadt – das geht nur mit weniger Autos. Damit die Menschen weiterhin mobil sind wie heute, müssen die Alternativen zum eigenen Pkw deutlich attraktiver werden. Ein Erklärfilm zeigt Probleme und Lösungen.

Zustand der Radwege an Landstraßen in Niedersachsen

Der Zusatnd der Radwege an Landstraßen in Niedersachsen hat sich seit 2010 verschlechtert. Dies zeigt eine Zusatndserfassung von 

Vergleich 2015 zu 2010:

  • guter Zustand: 76 Prozent (2010: 82 Prozent)
  • mittlerer Zustand: 6 Prozent (2010: 4 Prozent)
  • schlechter Zustand: 19 Prozent (2010: 14 Prozent)

Grafik: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr; Referat 42
-> Öffnet externen Link in neuem Fensterweiterlesen

© 2018 ADFC Oldenburg