Radfahrstreifen / Schutzstreifen / Radweg?

Erste geschützte Radfahrstreifen in Deutschland
So der Titel eine kurzen Öffnet externen Link in neuem FensterBerichts auf der Seite des ADFC-Bundesverbandes.
Sagenhafte 170 m in Osnbrück, und weitere 40 m in Berlin, macht zusammen (?) ...
Ob das in der Fahrradstadt Oldenburg zu toppen sein wird?

Hier ein Text des ADFC-Bundesverbandes zum Thema:
Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher mit dem Auto befahren werden. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubten Parken schützen.

Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Mehr zur Infrastruktur für den Radverkehr erfahren Sie hier.


Beleuchtungsvorschriften für Fahrräder
und Bußgelder für Radfahrer geändert

Neue Beleuchtungsvorschriften und neue Bußgelder 2017

Schon seit 2013 dürfen Batterie- oder Akkubeleuchtungen an Fahrrädern vorhanden sein. Abnehmbare Scheinwerfer und Rückleuchten müssen tagsüber nicht mitgeführt werden und sind erst während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es erfordern zu benutzen (§17 Abs. 1 StVO). Rückstrahler müssen weiterhin tagsüber am Fahrrad angebracht sein (§67 Abs. 1 StVZO).

Geändert haben sich die Regelungen hinsichtlich der Reflektoren. Hinten ist nun nur noch ein roter Großflächen-Rückstrahler mit der Kennzeichnung „Z“ vorgeschrieben, welcher mit einem Rücklicht kombiniert sein darf. Der zweite kleinere rote Rückstrahler entfällt nach der neuen Regelung. Weiße Sticks an den Speichen von Vorder-und Hinterrad sind nun nicht mehr nur als Ausnahmefall  zugelassen. Scheinwerfer und Rücklichter dürfen nun gem. § 67 Abs. 3 und 4 StVO nicht mehr blinken. Allerdings sind blinkende Fahrtrichtungsanzeiger bei mehrspurigen Fahrrädern oder solchen Fahrrädern mit Aufbau (der das Handzeichen des Fahrers ganz oder teilweise verdeckt) gestattet.

Nach den neuen Regelungen sind ab einer Breite von mehr als 1 Meter zusätzliche Scheinwerfer und Rückstrahler anzubringen. Ab 1,80 m gelten nochmal verschärfte Regeln. Daraus lässt sich ableiten, dass Fahrräder breiter als 1 Meter oder sogar 1,80 Meter breit sein dürfen. Detaillierte Beleuchtungsvorschriften für Fahrradanhänger finden sich in § 67a StVZO. Neu ist auch die vorgeschriebene Anbringung eines roten Rücklichtes links hinten bei einer Breite ab 60 cm oder wenn das Rücklicht des Zugfahrrads verdeckt ist. Hinzu kommen dabei noch weiße und rote Reflektoren sowie eine weiße Leuchte vorn (bei mehr als 1 Meter Breite). Für diese neue Ausstattung ist zugunsten der Hersteller eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2018 vorgesehen.

Seit Oktober 2017 dürfen Radfahrer kein elektronisches Gerät der Kommunikation, Information oder Organisation während der Fahrt benutzen, sofern sie es dazu aufnehmen oder halten müssen. Das Ablesen von einem am Lenker angebrachten Tacho, Navi oder Smartphone ist „auf einen Blick“ erlaubt. Nicht aber die Eingabe des Fahrtziels während der Fahrt. Für Funkgeräte gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2020, bis dahin dürfen diese noch genutzt werden.

Näheres zu den neuen Bußgeldern speziell für Radfahrer finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Hier die Öffnet externen Link in neuem FensterStVO und Öffnet externen Link in neuem FensterStVZO


Fahrradmobilitätskonzept Niedersachsen

Aus dem Koalitionsvertrag SPD / CDU in Niedersachsen 2017 bis 2022

Auch der Radverkehr ist in den Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU aufgenommen worden!
Dort heißt es z.B. in Randnummer 1945:
SPD und CDU wollen das Fahrradmobilitätskonzept schrittweise umsetzen und die notwendige Ausstattung vorhalten. Für den Erhalt, die Sanierung und die Verbesserung der regionalen Fahrradinfrastruktur inklusive notwendiger Lückenschlüsse sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Wir wollen den 1948 Ausbau entlang von Bundes- und Landesstraßen fortsetzen und Radschnellwege schaffen. Hierzu soll das Sonderprogramm aus Landesmitteln kofinanziert und etwaige Behinderungen des Radverkehrs im Baustellenmanagement stärker berücksichtigt werden. SPD und CDU wollen die Abstellmöglichkeiten an Bus und Bahnhaltestationen verbessern und die Mitnahmemöglichkeiten ausbauen.


Hier der Öffnet externen Link in neuem FensterKoalitionsvertrag veröffentlicht auf der Seite der SPD Niedersachsen.


Mit dem Oberbürgermeister den Radverkehr entdecken

Im Rahmen einer Verkehrspolitischen Radtour, luden wir den Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am 10. Juli 2015 dazu ein, mit uns eine kleine Tour durch die Stadt zu machen, um gemeinsam die Lage für Radfahrer zu erfahren.

Unter dem Menüpunkt Öffnet internen Link im aktuellen FensterVerkehr/VPR 2015  ist diese Tour und unsere Anliegen dokumentiert.

ADFC-Oldenburg-Interview auf oeins Radio vom 23. Sept. 2015

Im Rahmen der Sendereihe "Vor Ort": Live-Interview zu Fahrradthemen und Verkehrspolitik. 

Dieter Husmann und Heinrich Book über den ADFC, Radverkehrspolitik in Oldenburg und Radreisen in der Region und in Europa.

Hier zum Leitet Herunterladen der Datei einNachhören

Vielen Dank an Öffnet externen Link in neuem Fensteroeins Radio für die Erlaubnis, das Interview auf unsere Seite zu stellen.




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